Glossar Absaugtechnik
Gesamtsystem zur Erfassung und Abführung partikelhaltiger Luft, bestehend aus
Erfassungseinrichtungen, Rohrleitungen, Ventilatoren, Abscheidern und digitaler
Steuerungstechnik.
Geräte zur Abtrennung von Partikeln und Prozessabfällen aus dem Luftstrom:
Schlauchfilter, Zyklone, Patronenfilter; wichtige Kriterien: Filterklasse, Filtermaterial,
Reinigungsverfahren, Druckverlust, Entsorgung.
Luftführung nach der Abscheidung bzw. Ersatzluftführung. Varianten: Abluft ins Freie
(gereinigt), Umluftbetrieb (nur mit geprüften Filterklassen), Zuluftsysteme zum Ausgleich
der abgesaugten Luftmengen), Reinluftrückführung. Relevanz für Energieeffizienz und
Raumklima.
Zentralabsaugung, Gruppenabsaugung, Einzelabsaugung – je nach Anlagenumfang,
Branche und Produktionsumfeld
Regelmäßige Prüfungen, Reinigung von Filtern, Unterweisungen und
sicherheitstechnische Kontrollen zur Sicherstellung des bestimmungsgemäßen Betriebs.
Konstruktive und organisatorische Maßnahmen inkl. ATEX Vorgaben: Erdung,
Funkenlöschsysteme, Druckentlastung, Explosionsschutzdokumente. Besonders relevant
für Kunststoff- und Dämmstoffindustrie wegen hoher Staubexplosionsgefahr.
Ermittlung aller technischen, sicherheitstechnischen und organisatorischen
Rahmenbedingungen als Basis der Anlagenplanung (z. B. zu erfassende Stoffe,
Volumenströme, Stoffmengen, Maschinenparameter, Emissionsgrenzen).
Auslegung aller Anlagenkomponenten anhand von Volumenstrom, Rohrquerschnitten,
Druckverlusten, Ventilatorleistung, Filterflächenbedarf und Materialeigenschaften.
Behandlung und Entfernung abgeschiedener Stoffe vom Entstehungsort mittels
Behältern, BigBags, Containern etc. Einhaltung von Entsorgungsrecht und Arbeitsschutz.
Hauben, Absaugarme, Umschließungen oder Schläuche zur direkten Erfassung von
Staub oder Prozessabfällen an der Quelle.
Verdichtung des abgesaugten Materials mit Container- oder Ballenpressen zu
effizienteren Entsorgungs- oder Recyclingtransprt
Montage, Abstimmung, Testbetrieb, Abnahme und gesamte technische Dokumentation
bis zur finalen Inbetriebnahme.
Leitungen zur Transportführung des belasteten Luftstroms. Planung umfasst Querschnitt,
Druckverluste, Strömungswiderstände und Materialauswahl.
Automatisierte Systeme zur Kontrolle von Luftmengen und Volumenstrom,
Druckdifferenzen, Filterzustand und Störungen. Wichtige Grundlage für Energieeffizienz
und Betriebssicherheit.
Materialeigenschaften wie Dichte, Hygroskopie, Partikelgröße, Abrasivität, Brennbarkeit,
Explosionsfähigkeit– grundlegend für richtige Auslegung.
Anlagenteil zur Erzeugung des Volumenstroms. Auswahlkriterien: Bauart (Radial/Axial),
Energiebedarf, Materialbeständigkeit, Einbaulage, Belastbarkeit bei abrasiven Stoffen.